255 | Mehr als eine Plattform: Warum Geldanlage persönliche Beratung braucht
Shownotes
Digitale Plattformen machen Geldanlage einfacher und transparenter. Doch gerade bei größeren Vermögen braucht es mehr als eine technische Lösung: persönliche Einordnung, unabhängige Beratung und eine klare Vermögensstruktur.
In dieser Folge sprechen Antonio Sommese und Nadine Kostka von Liebinsfeld darüber, warum gute Geldanlage nicht beim Produkt beginnt, sondern bei der Frage, welche Aufgabe das Vermögen erfüllen soll. Es geht um Liquidität, Rentenlücke, Ruhestandsplanung, Depot oder Versicherungsmantel – und darum, warum Struktur langfristig wichtiger ist als der schnelle Blick auf Rendite.
Digital, wo es effizient ist. Persönlich, wo es entscheidend wird.
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Speaker Viele Finanzanbieter versprechen heute die Geldanlage per Click: Konto eröffnen, Risikoprofil ausfüllen, Strategie auswählen, investieren. Das ist bequem, effizient und in vielen Bereichen auch ein echter Fortschritt. Aber die entscheidende Frage ist doch tatsächlich Reicht das denn wirklich heute aus, wenn Vermögen eben nicht nur angelegt, sondern auch sinnvoll strukturiert werden soll? Und gerade bei größeren Vermögen geht es selten nur um Rendite. Es geht um die Sicherheit, dann die Lebensplanung zu berücksichtigen, welche Steuern, Liquidität gezahlt werden müssen, wie viel Liquidität da sein muss, Ruhestand, Familie und manchmal darum, auch ein Lebenswerk weiterzugeben. Genau darüber sprechen wir heute. Nadine Über den Unterschied zwischen digitaler Geldanlage von Plattformen, sprich Onlinebanken, der klassischen Bankberatung und der unabhängigen Vermögensverwaltung und vor allem darüber, warum wir bei Sommese und Kollegen sagen Digital, wo es effizient ist, persönlich, wo es entscheidend wird.
Speaker Toni, lass mich das eben noch mal aufgreifen, was du gesagt hattest, weil das finde ich ein ganz toller Spruch. Sommese und Kollegen steht dafür, dass wir digital sind, wenn es effizient sein soll, aber persönlich, wo es entscheidend wird. Das beschreibt unseren Ansatz wirklich sehr gut, denn wir nutzen digitale Möglichkeiten immer, wo sie Transparenz schaffen, wie zum Beispiel bei Analysen, Depoteinblicken, Dokument, Reportings, Kosten, Übersichten. Aber wir verlassen uns eben nicht darauf, dass ein digitaler Prozess allein die richtigen Fragen stellt, sondern sind da ganz nah bei unseren Mandanten, wenn es dann persönlich wird. Da hast du recht, denn Vermögen ist nicht eindimensional wie bei im Internet null und eins. Die Computersprache sozusagen. Ja, Vermögen ist eindimensional. Ein Algorithmus kann Risikofragen stellen, Daten auswerten und Standardportfolios zuordnen. Aber der Algorithmus versteht nicht automatisch, was ein bestimmtes Vermögen für einen bestimmten Menschen bedeutet, worauf er vielleicht besonders Wert legt. Ja, da beginnt dann nämlich die persönliche Beratung. Dann fragt man eben nicht, welches Produkt passt, sondern man stellt eben die Frage welche Aufgabe hat ihr Vermögen? Soll es ihnen Sicherheit geben? Soll es wachsen? Soll es spätere Entnahmen finanzieren? Soll es die Familie absichern? Oder haben sie vor, es an die nächste Generation weiterzugeben? Und ich finde, das ist wirklich ein wesentlicher Unterschied zu vielen Angeboten am Markt. Sowohl klassische Bankberatung als auch digitale Plattformen starten oft sehr schnell. Mit der Lösung schon. Und das finde ich gut. Wir starten bewusst früher, nämlich beim Verstehen. Wir nehmen uns Zeit. Wir hören wirklich zu, denn wir verstehen unsere Arbeit so, dass sie dort beginnt, wo andere dann häufig schon aufhören. Nicht bei den Produkten, sondern erstmal beim Verstehen. Wir wollen finanzielle Klarheit schaffen, unabhängig und verständlich und eben im Interesse unserer Mandanten. Ja, du hast es schön beschrieben, wo unsere Werte liegen. Lass uns aber vielleicht jetzt noch mal ein bisschen erstmal abklären, was die digitale Geldanlage gut kann. Denn es geht ja nicht darum, digitale Lösungen abzuwerten. Ja, du hattest es ja gesagt Digitale Prozesse können Abläufe vereinfachen. Sie können Transparenz erhöhen, Kosten sichtbar machen und den Zugang zu Informationen verbessern und vereinfachen. Ein gutes Reporting, ein kleiner oder klarer Depotblick und digitale Dokumentenprozesse sind für Mandanten sehr wertvoll. Aber sie lösen nicht automatisch diese strategischen Fragen. Ein digitaler Prozess kann darstellen, wie ein Depot zusammengesetzt ist. Er beantwortet aber nicht zwingend, ob dieses Depot zur persönlichen Lebensplanung eines Anlegers passt. Ja, das stimmt. Deswegen nehmen wir doch mal einen Mandanten, wie wir vor kurzem jemanden hatten, Mitte fünfzig, hat eine leitende Position, sehr gutes Einkommen und ein Depot im Wert von sechs hundert tausend Euro. Hatte auch schon eine Immobilie gehabt, hat eine betriebliche Altersvorsorge und einen Bereich mit freier Liquidität. Auf der Plattform, wo er am Anfang sich erkundigt hatte, war eben die Rendite, das Risiko, die Kosten, die Wertentwicklung alles auch gut sichtbar. Aber was ihn gestört hat, war das Thema, dass die digitale Plattform eben gar nicht gesehen hat, wie es dann weitergehen soll, dass eben die aktuelle Struktur dann nicht zum geplanten Renteneintritt passt. Und das finde ich eben ganz wichtig und fand es auch sehr interessant, wie er uns das gespiegelt hat im Gespräch. Ja, das habe ich auch schon ein paar Mal gehabt. Da hast du ganz recht. Weil oft ist es so, man neigt dazu, wenn man ein Depot hat, einfach nur auf den Depot Chart zu gucken, weil man das vielleicht auch selbst zusammengestellt hat oder über eine Onlinelösung Daten dargestellt hat. Man muss aber wissen, wann soll das Kapital entnommen werden? Wie hoch ist die Rentenlücke? Wie viel Liquidität muss verfügbar bleiben? Welche Schwankungen kann der Mandant emotional und finanziell tragen und welche steuerliche Aspekte spielen eine Rolle? Daraus entsteht der große Unterschied. Nadine, digitale Plattformen, also Onlinebanken, die oft nur die Umsetzung im Sinn haben, Aber persönliche Vermögensberatung ordnet die Fragen und trifft somit Entscheidungen. Genau. Und auch wir haben ja auch noch die klassischen Banken. Dort gibt es eben oft die persönlichen Ansprechpartner noch, aber die Beratung ist häufig in ein bestimmtes Produkt System eingebettet. Es gibt ja auch noch das Produkt des Monats und eine Bank hat. Wir wollen natürlich das nicht verallgemeinern, aber hat oft eigene Lösungen. Hat dann die eigenen Fonds, eigene Vertriebsziele und dadurch natürlich eigene wirtschaftliche Interessen, die im Vordergrund stehen. Und das ist ein Punkt. Unabhängigkeit bedeutet für uns, Entscheidungen frei von Produktinteressen und kurzfristigen Anreizen zu treffen. Es geht eben darum, dass etwas verkauft werden kann, dass wir nichts verkaufen wollen, sondern dass wir strategisch sinnvolles Produkt anbieten möchten. Konzept Jetzt hast du ein bisschen ausgeholt, aber Nadine, da holt mich meine Zeit ein. Ich meine, ich war ja vor über zwanzig Jahren selbst Banker. Und da wir ja viele Gespräche haben mit neuen Mandanten, die ja immer noch in der Bankberatung sind, da hat sich wenig geändert. Es gibt immer noch das Thema, dass der Bankberater auch aus einem gewissen Druck, den er vielleicht hat, einfach sagt hier, diese Anlage passt zu dir und das ist das, was du meinst. Diese produkt orientierte Lösung, die gar nicht zu ihm persönlich passt. Bleiben wir mal ein Beispiel Ein Mandant kommt mit drei hundert tausend Euro freie Liquidität und sagt. Soll ich das Geld jetzt investieren? Ein Banker oder auch eine Online Bank denkt hier natürlich total produktorientiert, weil es überlegt, was kann es verkaufen um damit eine Provision zu generieren. Und somit bietet der Onlineanbieter oder der Banker direkt eine Anlagelösungen an? Wir schauen da ganz anders drauf. Wir haben zum Beispiel die ZOGA-Strategie Zielorientierte Geldanlage. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass ein Teil des Geldes überhaupt nicht jetzt angelegt wird, sondern erst später investiert werden soll, weil es ja einer der Fehler, der oft gemacht wird Ich habe Geld, ich lege es sofort an und habe dann im Grunde keinen Sinn und keinen Plan. Klar. Also ZOGA Das gefällt mir total gut, weil jeder Euro hat ja irgendeine Aufgabe, also wie die Liquidität, die hat ja auch die Aufgabe, dass sie dann automatisch eben nicht als ungenutztes Kapital gesehen werden soll, sondern es ist ein Sicherheitsbaustein, der Flexibilität dann ermöglicht, der auch spätere Entnahmen vorbereitet. Und gerade wenn es in das Thema Ruhestandsplanung geht, ist Liquidität dann auch ein strategischer Baustein. Ja, du hast das sehr gut angedeutet. Thema Ruhestandsplanung. Oder ich habe vielleicht eine größere Summe einfach frei. Ich habe eine Immobilie verkauft. Eine fällige Lebensversicherung? Dann ist der Anleger schneller an dem Punkt, wo er sich fragt Was mache ich jetzt mit dieser freien Liquidität? Ja, wie soll ich sie strukturieren? Und viele machen da den ersten Fehler. Die schauen zum Beispiel Wo gibt es den höchsten Tagesgeldzins? Das ist verständlich, aber doch eigentlich zu kurz gedacht, Nadine. Ja, genau. Verständlich, weil es gibt ja auch viele Vergleichsmöglichkeiten. Aber zunächst sollte doch hier auch mal geklärt werden Wann wird das Geld benötigt, für welchen Zweck? Und dann? Die Frage wie viel Sicherheit muss dadurch gewährleistet sein? Und dann kommt doch erst der Punkt Braucht man jetzt dafür ein Tagesgeld und Festgeld? Oder ist da ein Geldmarktfonds vielleicht sinnvoll, weil das könnte auch ein Liquiditäts-Baustein sein, um eben das Anlageziel zu erreichen. Siehst du, da bist du genauso wieder reingefallen, wie es eben viele Anleger machen. Man denkt erst mal sofort Tagesgeld, Festgeld, wie kann ich das irgendwie kurzfristig parken? Aber Vermögen braucht doch Struktur. Einen Teil für kurzfristige Sicherheit zu schaffen, zum Beispiel in einem Tagesgeld, ist absolut in Ordnung und auch nachvollziehbar und von uns auch empfehlenswert. Aber ein Teil kann auch Stabilität liefern, Der muss ein bisschen breiter gestreut sein und ein wesentlicher Teil sollte auch Wachstum ermöglichen. Weil wenn ich Wachstum habe, kann ich später einen größeren Teil meiner Entnahmen damit finanzieren. Lass uns beispielsweise mal über die Rentenlücke sprechen. Das ist ein Begriff, den viele kennen, aber nur wenige haben ihn wirklich sauber für sich berechnet. Wie gehen nun Onlinebanken, sprich Plattformen damit um? Oder was machen Banker oder unabhängige Berater mit dem Thema? Ja gut, Viele Menschen wissen ungefähr, welche gesetzliche Rente auf sie zukommt, weil es gibt ja auch einen Bescheid, der jedes Jahr kommt. Haben auch vielleicht eine betriebliche Altersversorgung, die sie später erwartet, was auch über den Versicherungsschein dargestellt wird. Aber sie wissen eben oft nicht im Gesamten, ob das für Ihren gewünschten Lebensstandard reicht. Weil man muss ja auch noch die Steuer berücksichtigen, die Krankenversicherung berücksichtigen und noch weniger wissen sie dann, welche Kapitalstruktur dann notwendig ist, um eine mögliche Lücke dann auch dauerhaft zu schließen? Ja, da gibt es viele Möglichkeiten im Netz und viele Rechner, die einfach so einen Rentenlücken Kurzcheck anbieten. Das ist auch ganz interessant, um erste Klarheit zu schaffen. Aber das ist doch nichts Als Finanzplan, sondern das kann doch nur ein Ausgangspunkt sein. Genau. Also eine richtige Rentenlückenberechnung ist einfach auch etwas aufwendiger und muss eben alle Aspekte dann auch entsprechend berücksichtigen. Und hier zeigt sich eben wieder der Unterschied zwischen Plattformen Beratung und wenn eben nur diese kurzen Hochrechnungen gemacht wird ohne alle Situationen einzuordnen und auch eben die Lebenssituation noch mit Gesamtheit anzupassen, ist das halt nicht ausreichend. Es ist vor allen Dingen dann der Punkt, wenn die Situation des Menschen komplexer ist, wie bei Unternehmern oder selbstständigen Führungskräften. Da gibt es oft auch unregelmäßigere Einkommen, variable Vergütungen, mehrere Immobilien, Firmenvermögen oder eine besondere familiäre Zielplanung. Und dann reicht eine Standardrechnung erst recht nicht aus. Ja, du hast es gut angedeutet. Sind wir eigentlich in der klassischen Finanzplanung? Gerade vermögende Mandanten haben ja auch oft Immobilien und Kapitalströme, die damit zusammenhängen, wie die Mieteinnahmen oder auch viele Verpflichtungen Banken gegenüber noch für Darlehen. Lass uns jetzt noch mal auf einen anderen Punkt schauen, Nadine. Wie gehen Plattformen, Banker oder auch unabhängige Berater mit Informationen über die Kapitalmärkte eigentlich um? Gut, Kapitalmärkte verarbeiten Informationen auch fortlaufend. Das heißt, Preise spiegeln die Erwartungen vieler Marktteilnehmer wider und deshalb ist es sehr schwierig, dauerhaft bessere Entscheidungen durch kurzfristige Vorhersagen zu treffen. Und deshalb muss der Fokus immer besser auf einer strukturierten und breit gestreuten Anlagestrategie liegen, die eben zu dem persönlichen Risikoprofil passt. Ja, und da sind wir einen großen Unterschied zu unserer Beratung im Vergleich beispielsweise zu vielen Bankgesprächen, die stark auf Marktausblicke geführt werden. Natürlich kann man über Märkte sprechen, aber eine Vermögensstruktur sollte doch nicht davon abhängen, ob gerade jemand steigende oder fallende Zinsen erwartet. Prognoseabhängigkeit ist gefährlich. Wir wollen unseren Mandanten helfen, Entwicklungen zu verstehen, ohne ständig die Strategie zu verändern. Was ja auch ein beliebtes Tool ist in der Bankberatung hin und her macht Taschen leer. Immer wieder Ein neues Produkt heißt auch immer wieder eine neue Provision. Auch Onlinebanken versuchen das, indem sie auf Ihren Webseiten auf der Startseite Anlageempfehlungen machen, Newsletter schreiben und den Anleger motivieren, immer mal umzuschichten. Vielleicht sollte man sagen, so eine Plattform Onlinebank liefert einfach Daten, gute Daten, einfach Transparenz. Die Bank liefert häufig nur Produkte und das, was unser Ansatz ist, ist, dass. Die unabhängige Vermögensverwaltung sollte einfach erst mal Orientierung liefern. Genau. Und das Toni ist ja, dass in der persönlichen Beratung, was da eben ins Spiel kommt. Denn die wichtigsten Entscheidungen sind doch selten rein technisch. Und hier sind wir wieder auch am Anfang von unserem Podcast, nämlich bei diesen Fragestellungen, die am Anfang ganz, ganz entscheidend sind, nämlich Jeder Anleger sollte immer erst fragen Wie viel Risiko passt wirklich zur Lebensplanung? Welche Liquidität sollte verfügbar bleiben? Wie lässt sich der Lebensstandard von mir im Ruhestand absichern und wie bleibt meine Familie handlungsfähig, wenn auch etwas passiert. Das ist genau dieser Ansatz, wo wir eben schon andeutungsweise Von mir drin waren. Ich mein Geld anlegen. Ein hundert tausend Euro. Das kann jeder auf die Schnelle in zwei Minuten. Ja, aber es sind doch die Fragen, die wir brauchen, die du aufgezählt hast, die Vertrauen, Erfahrung und ihren Kontext brauchen, damit sie auf den Mandanten gezielt zugeschnitten sind. Dass er finanziell gut aufgestellt ist. Aber meist hat er trotzdem Angst, im Ruhestand abhängig zu werden. Ein anderer möchte vielleicht Vermögen übertragen, aber die Kinder nicht überfordern. Wieder ein anderer hat ein großes Depot, aber keine klare Vorstellung, wie daraus später Einkommen entstehen soll. Klar, das sind all diese Punkte, die eben auch kein Produkt beantwortet. Da braucht es, finde ich, einfach Gespräche und vielleicht auch eben nicht nur ein Gespräch, sondern fortlaufend. Und man muss die Informationen sammeln, einordnen und entsprechend auch priorisieren. Weil die Aufgabe besteht ja dann in der Regel in diesem Zusammenspiel. Die Zahlen, die Lebensrealität entsprechen, dann zusammenzubringen, weil ein Depot, was rechnerisch absolut effizient sein kann, kann aber trotzdem in dem Moment gar nicht zur Lebenssituation des Mandanten passen oder wenn es emotional für ihn überhaupt nicht durchhaltbar ist, wenn es zu viel schwankt und nach oben und unten geht. Ja, lass uns doch mal in den Fokus ein bisschen schärfen, Da hilft ja immer ein Beispiel. Wir haben eine Mandantin, die hat acht hundert tausend Euro Depotvermögen, ist ein und sechzig Jahre alt und möchte in vier Jahren aufhören zu arbeiten. Das Depot ist stark aktienorientiert, also hat viele Aktienwerte drin und war in der Vergangenheit dadurch sehr gut gelaufen. Auf dem Papier sieht alles super erfolgreich aus. Ist schon mal gut. Ja, das ist erstmal motivierend. Aber ihre Lebensphase verändert sich ja bald und somit die Funktion des Vermögens. Es geht nicht mehr nur um Wachstum, sondern auch um die Entnahmefähigkeit im Rentenalter. Dann braucht es möglicherweise einen Liquiditätspuffer und stabile Bausteine, weil man will ja nicht ein Depot haben. Das ist, wenn man Rentner ist, dreißig vierzig Prozent hochgeht. Das wird man doch gerne nehmen. Aber wenn es runtergeht. Und somit brauchen wir klarere Regeln, welche Teil des Vermögens in welcher Phase entnommen wird. Wenn man das zu spät macht und Fokus legt auf die Börse, dann kann es sein, dass kurz bevor du denkst ich bin morgen in Rente, macht der Aktienmarkt einen großen Crash. Dann wäre es schlauer gewesen, wir hätten vorher diese verschiedenen Bausteine zusammengebracht. Absolut ja. Also, das heißt, du meinst, es geht einfach darum, in der persönlichen Beratung auch noch mal darauf einzugehen, dass die Marktschwankungen. Die Marktschwankungen können wir ja sowieso nicht verhindern. Das heißt, wir müssen es immer so anpassen, dass die Struktur rechtzeitig und vorausschauend die Lebenssituation des Kunden abbildet und zur Lebensphase passt. Oh, da fällt mir noch ein Beispiel ein. Es ist schon viele Jahre her. Das war in Amerika. Da hatte ein Mitarbeiter von Procter und Gamble sechs hundert tausend Dollar in Mitarbeiteraktien. Die waren super hoch. Und er hat gedacht Na ja, Rentenalter ist kein Problem. Mit den sechs hundert tausend Dollar kann ich doch gut in Rente gehen. Und ein halbes Jahr, bevor es so weit war, gab es einen Börsencrash und das Geld war nur noch die Hälfte wert. Also das ist ja das, was du sagst. Die Lebensphase. Da warte ich ja nicht ab, bis sie eintrifft, sondern ich überleg mir ja heute schon, was in Zukunft passieren kann. Und das zeigt auch, warum wir uns nicht als reine Anlageverwalter verstehen. Wir verstehen uns als Vermögensbegleiter, also als Ansprechpartner, der genau in den Lebensphasen agiert oder diese Lebensphase schon etwas vorwegnimmt. Genau. Also im Grunde von der Vermögensbildung bis hin zu UnternehmerLiquidität, bis zur Ruhestandsarchitektur. Und auch die Generationenplanung haben wir dann entsprechend im Blick. Und das ist auch Teil unseres aktuellen und ständig Gelebten Selbstverständnisses. Ja, du beschreibst ja jetzt gerade mal unser täglich Brot, unsere Arbeit. Lass uns am Ende noch einmal sehr konkret werden. Nadine, Welche drei Fragen sollten sich Anleger aktuell stellen? Toni Da sind wir natürlich in einer Wiederholung. Aber Wiederholung ist ja gut. Also die erste Frage oder Fragen, die sich jemand stellen sollte Wie groß ist meine Rentenlücke wirklich? Nicht ungefähr, sondern so nachvollziehbar, dass ich weiß, welche Einnahmen sind realistisch zu erwarten? Welcher Lebensstandard wünsche ich mir und wie groß ist die Differenz zu meinem aktuellen Nettoeinkommen? Ja, und die zweite Frage ist einfach auch das methusalemartige Wiederholung schafft ja dann im Prinzip Fokussierung auch wieder auf die wichtigen Sachen. Welche Strategie passt zu meiner Situation jetzt und schaue dabei nicht nur auf Steuern, sondern ich muss ja auch auf Kosten, Flexibilität, den Anlagehorizont und besonders beim Ruhestand auf spätere Entnahmen achten. Genau. Und die dritte Frage Wenn man freie Liquidität hat, wie sollte diese strukturiert werden? Denn nicht jeder Euro muss ja langfristig investiert sein. Jeder Euro sollte eine Aufgabe haben. Ob die Sicherheit, die Flexibilität oder der geplante Verbrauch oder auch das langfristige Wachstum. Ja, diese drei Fragen zeigen doch sehr schön, worum es im Kern geht Nicht um einzelne Anlageideen, sondern um Klarheit über die Vermögensstruktur. Genau. Und deshalb? Toni reicht digital investieren allein nicht immer aus. Digitale Effizienz ist wertvoll. Und du weißt, ich liebe Technik und bin sehr digital affin. Aber sie ersetzt eben keine persönliche Verantwortung. Vor allen Dingen dann nicht, wenn die Entscheidungen doch wirklich in der Realität langfristig dann auch wirken. Ja, ohne die. Auch. Die klassische Bankberatung kann in vielen Themen sehr gut unterstützen. Aber wer unabhängig beraten werden möchte, sollte genau hinschauen. Gibt es Produktinteressen? Gibt es ganzheitliche Betrachtung? Wird die bestehende Vermögensstruktur analysiert oder auch Liquidität, Ruhestand, Steuern und Familien mit einbezogen? Genau. Und das ist, glaube ich noch mal ein ganz wichtiger Punkt, was jetzt kommt. Weil ich finde immer, man sollte auf sein Bauchgefühl auch ein Stück weit hören, wenn man das Gefühl hat, da wird mir irgendwas versucht zu verkaufen, dann sollte man erstmal sagen Stopp, innehalten und ähm, vielleicht einen Schritt zurücktreten, noch mal eine zweite Meinung sich anhören um einfach. Am Ende muss das Bauchgefühl passen. Nadine, hast du einen guten Kern getroffen? Und das ist ja was wie unser täglich Brot ausmacht. Wir entwickeln keine Geldanlage von der Stange. Unser Anspruch ist eine Vermögensstruktur, die zum Leben des jeweiligen Anlegers passt. Verständlich, unabhängig und langfristig begleitend. Genau weil Mandanten für die bedeutet das dann Sie behalten jederzeit den Überblick. Sie treffen dadurch bessere Entscheidungen. Und Sie müssen sich nicht von jeder Marktnachricht verunsichern lassen, weil ihre Geldanlage auf einem ganz klaren Rahmen basiert. Vielleicht ist das auch schon der beste Schlussgedanke. Nadine Gute Geldanlage beginnt nicht mit einem Klick. Und sie beginnt auch nicht mit einem Produkt. Sie beginnt nämlich mit den richtigen Fragen. Denn wenn diese Fragen sauber beantwortet sind, kann die digitale Technik die Umsetzung sehr, sehr gut unterstützen. Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre aktuelle Geldanlage, Altersvorsorge oder Liquiditätsstuktur noch zu Ihren Zielen passt, kann ein unabhängiger Blick sehr wertvoll sein. Deswegen Wir prüfen gemeinsam, welche Aufgabe Ihr Vermögen erfüllen soll. Welche Rentenlücke bei Ihnen überhaupt entsteht und welche Struktur zu Ihrer Lebensphase passt. Wir freuen uns, dass Sie heute dabei waren. Und vergessen Sie nicht Wir stehen für finanzielle Klarheit, für ein selbstbestimmtes Leben.
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