247 | Perspektive statt Prognose – Warum ein Finanzplan mehr ist als ein guter Vorsatz

Shownotes

Willkommen zum Finanz-Dialog – zum Jahresstart sprechen Antonio Sommese und Nadine Kostka von Liebinsfeld über ein zentrales Prinzip der Vermögensplanung:
👉 Prognosen helfen selten. Perspektive hilft immer.

In dieser Folge erfahren Sie:
✅ Warum ein Finanzplan mehr ist als Zahlen und Renditen
✅ Wie Sie mit der „3-Körbe-Methode“ Klarheit und Handlungssicherheit gewinnen
✅ Welche 3 Schlüsselfragen jede Planung beantworten sollte
✅ Und: Wie Sie typische Anlagefehler vermeiden – besonders in emotionalen Phasen

📩 Bonus für Hörer:innen:
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Dann schreiben Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff „3 Körbe“ an:
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👉 Vermögen entsteht nicht durch Prognosen – sondern durch Perspektive.

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Sommese & Kollegen | Ihr Vermögen sicher klug aufbauen

Transkript anzeigen

00:00:00: Wenn Sie heute nur einen Satz mitnehmen, ein Finanzplan ist nicht dafür da, die Zukunft vorher zu sagen.

00:00:05: Er ist dafür da, dass Sie in jeder Zukunft handlungsfähig bleiben.

00:00:10: Und ja, das ist genau der Unterschied zwischen ich sollte mal und ich habe es in Griff.

00:00:15: Ja, Vorsätze sind wie Regenschirme.

00:00:18: Man hat sie meistens dann nicht dabei, wenn man sie wirklich braucht.

00:00:22: Willkommen beim Finanzdialog, dem Podcast von Finanzstrategie, Summes und Kollegen.

00:00:27: Wir sprechen über Vermögensaufbau, der robust ist, also auch dann funktioniert, wenn Märkte nervös sind und das Leben überraschungen breitelt.

00:00:35: Ich bin Nadine Kostker von Liebensfeld.

00:00:38: Und ich bin Antonia Sumese.

00:00:40: Und heute geht es um Perspektive statt Prokloser.

00:00:44: Warum ein Finanzplan mehr ist als ein guter Vorsatz.

00:00:48: Toni, viele Menschen, die zu uns kommen, sind erfolgreich, haben Vermögen aufgebaut.

00:00:53: Und trotz allem haben sie innerlich dieses Gefühl, Ich mach schon irgendwas, aber ist das wirklich ein guter Plan?

00:01:00: Ja, und dann tastt irgendwie etwas nicht.

00:01:03: Zinsen ändern sich, Aktien schwanken, Immobilien sind plötzlich ein Thema, Steuern, Erben schenken oder ganz banal.

00:01:10: Man hat einfach keine Zeit für seine Finanzen.

00:01:12: Doch, und man plant ganz, ganz viel und dann kommt das Leben dazwischen und sagt, süßer Versuch, aber heute nicht, ne?

00:01:20: Ja, das ist immer so ein Thema mit den guten Vorsätzen.

00:01:23: Und wenn dann der Droh kommt des Alltages?

00:01:25: Aber es geht ja davon, wie ein guter Finanzplan den Druck standhält.

00:01:28: Richtig.

00:01:29: Deshalb ist es wichtig, die Perspektive statt die Prognose im Fokus zu halten.

00:01:33: Und dafür haben wir drei Punkte für Sie heute.

00:01:36: Ja, wir haben uns Gedanken gemacht, Punkt eins.

00:01:39: Ein Plan ist ein Entscheidungssystem.

00:01:41: Die meisten denken beim Plan an Zahlen, Rendite, Prozent, Vorkast.

00:01:46: Wir denken an etwas anderes, an Einstiegsregeln.

00:01:50: Entscheidungsregeln.

00:01:52: Okay, entscheidungsuneinigend.

00:01:54: Da hast du recht.

00:01:55: Da habe ich einen ganz anfeiligen Gedanken im Kopf.

00:01:57: Alles gut.

00:01:58: Zum Beispiel die Frage, wann wird Risiko reduziert?

00:02:01: Wann wird investiert?

00:02:03: Und was ist zum Beispiel Tabuba der Geldanlage?

00:02:05: Das ist doch wie bei Leitblankenturnier, oder?

00:02:07: Man fährt nicht, um die Leitblanken doch zu berühren.

00:02:11: Aber sie geben einem Sicherheit und bei Nebel das Gefühl auch, man kann nicht abstürzen.

00:02:18: Da hast du eine interessante Metapher gewählt.

00:02:20: Ich ergänze dir das noch mit die teuersten Fehler.

00:02:23: Passieren selten, wenn alles gut läuft.

00:02:26: Sie passen in Ausnahmesituationen.

00:02:27: Panik, Euphorie, Zeitdruck.

00:02:29: Das ist schon der zweite Punkt, auf den man achten soll.

00:02:32: Weil Punkt zwei bedeutet, ein Plan schützt vor den teuren Momenten.

00:02:37: Genau.

00:02:38: Und oft auch eben... In Lebensphasen, das ist ja pro Lebensphase auch unterschiedlich, weil Geburt, Trennung, Krankheit, der Verkauf einer Immobilie, eine Firmenübergabe, das sind ja alles Lebensmomente, dann sollte nämlich Geld plötzlich Sicherheit geben und gleichzeitig auch Chancen ermöglichen.

00:02:56: Und da haben wir einfach festgestellt, dass ein Plan dann einfach sowas ist, wie ein ruhiger Copilot.

00:03:01: Man ist selbst ein bisschen im Sturm oder wie du sagst, das prassel Dinge auf einen ein, aus dem Alltag heraus.

00:03:07: Und dieser Copilot, der einfach entspannt bleibt, der ist dann an meiner Seite.

00:03:11: Absolut, man braucht immer einen starken Partner an seiner Seite, ein Idealfall.

00:03:15: Und da kommen wir auch schon zum dritten Punkt, nämlich ein Plan schafft Klarheit über Prioritäten.

00:03:21: Was wir nämlich häufig sehen ist, dass Menschen mehrere Ziele haben, aber keine Reihenfolge daran.

00:03:26: Und dann fühlt sich auch jede Entscheidung nicht ganz so gut an.

00:03:31: Und da beantwortet einfach ein Plan drei wichtige Fragen.

00:03:37: Wofür ist das Geld eigentlich da, dass ich Besitz oder anlegen will?

00:03:41: Wann wird dieses Geld dann gebraucht?

00:03:44: Habe ich schon Ideen oder ist mir noch unklar, aber das ist wichtig zu überlegen, wann brauche ich eigentlich die Gelder?

00:03:51: Und der dritte Part wäre hier, wie viel Schwankung es realistisch auszuhalten.

00:03:56: Und ohne diese Perspektive ist jede Prognose doch eigentlich nur Dekoration.

00:04:01: Das ist richtig.

00:04:02: Und deswegen arbeiten wir auch ganz gerne mit so einem kleinen Werkzeug und jetzt stellen wir uns das mal vor.

00:04:08: Ganz ohne Echsel, weil man kann sich das jetzt auch direkt jetzt beim Autofahren oder Bürgeln oder sonstiges im Kopf eben vorstellen.

00:04:19: Toni, wie funktioniert unser kleines Werkzeug?

00:04:21: Ja, im Prinzip.

00:04:22: Teil sie ihr Vermögen gedanklich in drei Köpfe.

00:04:25: In drei Körper.

00:04:26: Man kann doch Töpfe lachen.

00:04:28: Es muss nicht perfekt sein, aber plausibel.

00:04:31: Im Korb eins ist ein Sofortgeld.

00:04:34: Das ist was für Stabilität.

00:04:36: Alles, was du kurzfristig nicht brauchst und was dich ruhiger schlafen lässt.

00:04:42: Liquidität ist ein Puffer.

00:04:45: um planbare Ausgaben vielleicht noch abfangen zu können oder auch unplanbar.

00:04:50: Also klar quasi Korb eins steht also für das alles, was ich kurzfristig brauche.

00:04:55: und das ist also der Korb auch, der verhindert, dass man Investitionen verkaufen muss, wenn es gerade ungünstig ist.

00:05:05: Genau, das ist ja oft so, wenn man alles anlegt, dann gehen die Kurse runter, ich habe keinen Puffer und dann muss ich vielleicht nur schöne Aktien oder ein schönes ETF verkaufen und es passt gar nicht.

00:05:16: Ja, deswegen haben wir in unserer Struktur den Korb II, nennen wir den Chancen und Wachstumskorb.

00:05:22: Geld, das langfristig wachsen darf mit Spankungen.

00:05:27: Hier gehören Aktienanlagen typischerweise, genau wie Aktien, ETFs beispielsweise, einfach zu Standard.

00:05:33: Genau.

00:05:34: Und dann gibt es ja auch noch den dritten Korb, weil da geht es ja um die Zukunft und Ziele, um die Lebensphasen.

00:05:39: Und das ist eben der Korb, eben, wenn es dann um jetzt konkret Ruhestand geht.

00:05:44: Immobilienpläne, Schenkenvererben, die Ausbildung der Kinder, unternehmerische Themen.

00:05:49: Das heißt, zu jedem dieser Ziele ist dann ein konkreter Korb in Anführungszeichen zugeordnet.

00:05:55: So, nütten wir mal so den Last-Minute-Check.

00:05:58: Ist den Kopf eins einfach genug Geld, dass ich nicht auf Kopf zwei zugreifen muss, wenn die Märkte mal fallen?

00:06:06: Ist den Kopf zwei so gewählt, dass da die Schwankungen drin sind, die ich echt aushalten kann, ohne nachts aufzuwassen, aufzuwachen und verkaufen zu müssen?

00:06:16: oder dieses Gefühl zu gerne?

00:06:17: Ja,

00:06:17: dass man nicht nachts um drei eben.

00:06:20: Und somit sind wir ja beim Kopf drei, ja?

00:06:23: überhaupt klar benannt.

00:06:25: Oder ist Kopf drei irgendwie nur so was Diffuses, wo du sagst, ja, Zukunft, Leben, Ziele.

00:06:31: Also da ein bisschen mehr Butter bei die Fische.

00:06:34: Also eigentlich muss man jetzt schon mal sagen, wenn ein Hörer bei einer dieser Fragen schon mal gezuckt hat, herzliche Glückwunsch, dann hat der Podcast heute schon mal für sie gewirkt.

00:06:45: Also Toni, lass uns doch mal kurz zusammenfassen.

00:06:47: Was ist ein Finanzplan?

00:06:49: Was macht ein Finanzplan aus?

00:06:51: Also ein Finanzplan ist erstmal kein Blick in die Glaskugel.

00:06:55: Genau, er ist eben viel mehr ein System, das zu ihnen passt, zu ihren Zielen, ihrer Lebensphase und ihrer konkreten Risikotragfähigkeit.

00:07:05: Und er sorgt dafür, dass sie nicht dann Entscheidungen treffen, wenn sie emotional am wenigsten dafür Kapazität haben.

00:07:11: Wenn Sie möchten, schicken wir Ihnen gerne jetzt die Treikörbemethode als kurze Übersicht zu und ein paar Leitfragen, die Sie für Ihren Finanzplan nutzen können.

00:07:20: Schreiben Sie uns einfach an Kontakt-Ed-Somese.em mit dem Betreff Treikörber und wir senden Ihnen wie gesagt sehr gerne die Leitfragen zu.

00:07:31: Dann würde ich sagen, bleiben wir uns im Slogan treu, vermögen sich ja klug aufbauen.

00:07:36: Dann freuen wir uns auf die nächste Folge.

00:07:37: und denken Sie daran, Perspektive schlägt Prognose.

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