246 | 2026 richtig starten: Die 5 Entscheidungen, die Ihr Vermögen wirklich voranbringen — Interview mit Antonio Sommese

Shownotes

Willkommen zum Finanzdialog – in der ersten Januarwoche geht es nicht um Vorsätze, sondern um klare Entscheidungen für Ihr Vermögen.

Wir besprechen 5 Stellschrauben, die bei vermögenden Anlegern den Unterschied machen: vom „Warum“ und Zeitplan bis zur robusten Kernstrategie.

Dazu: eine kurze Mini-Übung, wie Sie Ihr Vermögen sinnvoll nach Zeithorizonten ordnen – für mehr Ruhe und weniger Fehlentscheidungen.

Mehr Impulse im WissensBlog und im Newsletter Wissenswert – bleiben Sie konsequent, nicht hektisch.

DIALOG MODERIERT
Volker Pietzsch
Gast: Finanzstratege Antonio Sommese

Sommese & Kollegen | Ihr Vermögen sicher klug aufbauen

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich bin Volker Piet, bei mir ist Finanzstrategie Antonio Sommese.

00:00:04: Ein neues Jahr und viele machen sich immer schöne Vorsätze, aber ich glaube, Vorsätze haben immer das Problem, dass man sie nicht einhält.

00:00:12: Wir treffen am besten Entscheidungen und so wollen wir auch in dieses Jahr starten.

00:00:17: Ja, dann würde ich noch mal kurze Gelegenheit nutzen.

00:00:19: An alle Hörer herzlich willkommen in den Jahr zwanzig, sechsundzwanzig.

00:00:23: Möge es ein erfolgreiches Jahr werden.

00:00:26: familiär und natürlich auch monetär.

00:00:30: Da versuchen wir einen Beitrag mitzuleisten.

00:00:33: So, wenn man in so eine Planung geht für sein Vermögen, wie sollte die denn aussehen?

00:00:37: Was muss man denn dafür Entscheidungen treffen?

00:00:39: Du sagst, dass du das gesagt hast, wir gehen weg von Erwartungen, Hoffnungen, Prognosen oder irgendwelchen Vorsätzen, sondern wir nennen das Entscheidungen.

00:00:47: Machen wir es mal richtig akut.

00:00:48: Also die erste Entscheidung ist eigentlich, warum?

00:00:52: Und was mein Ziel sozusagen ist, für mein Vermögen.

00:00:56: Die meisten Anläge haben einfach Produkt im Kopf und unter uns auch die meisten Berater.

00:01:00: Und ich komme ja auch aus dieser Welt.

00:01:02: Früher warst du auch so geimpft, du hast nicht dir den Kunden angeguckt, was er will, sondern du hast ein Produkt.

00:01:07: Und wenn du heute die Focus Money, die lese ich ja regelmäßig, animpfst, wird die eine tolle Anlageidee nach der anderen operiert.

00:01:14: Aber wir gehen zurück und sagen, warum lege ich da mein Geld an?

00:01:18: Will ich Vermögen aufbauen?

00:01:19: Will ich vielleicht bald Vermögen übertragen auf die nächste Generation?

00:01:23: Wann traurig das Geld?

00:01:25: Weil ich in drei Jahren Immobile modernisieren oder will in acht Jahren in Teilzeit arbeiten oder ich gehe in fünfzehn Jahre in den Ruhestand.

00:01:32: Das sind die Fragen des Warums und damit habe ich ja schon Zeiten genannt.

00:01:36: Entsprechend auch die Geschichte mit der Zeitachse.

00:01:40: Ja, wir können doch einfach mal eine Minibübung machen und jeder schreibt jetzt einfach in drei Zeitfenster auf dem weißes Blatt Papier auf.

00:01:49: Was will ich in heute bis drei Jahren erreichen?

00:01:53: Wo will ich in drei bis zehn Jahren stehen?

00:01:55: und was ist über zehn Jahre?

00:01:56: Und macht da einfach mal eine grobe Planung und visualisiert das einfach.

00:02:02: Okay, wenn ich das mache, dann habe ich so eine grobe Planung für unterschiedliche Zeiträume.

00:02:06: Wie wird denn jetzt eine Strategie daraus?

00:02:09: Ja gut, jetzt brauchen wir eine robuste Keinstrategie.

00:02:12: Robust bedeutet?

00:02:13: Das funktioniert nicht nur, wenn die Börse gut läuft, sondern ich habe mich so aufgestellt, dass ich so breit gestreut bin, kostenevizient genug Qualität in meinem Risikoprofil habe, dass ich kein wahnsinniges Bauchgefühl habe, das mich in Depressionen bringt, wenn die Kurse vielleicht auch mal fallen.

00:02:29: Wir haben ja das Dauerthema beim Anlegen, wenn es runtergeht, ist das Schwierige.

00:02:32: Aber wenn du vorher gut definiert hast, was deiner Strategie ist, wie es sein soll, dann steckst du das ein oder andere eigentlich ganz schön gut weg.

00:02:41: Wobei wir auch schon im vergangenen Jahr mal darüber gesprochen haben, auch wenn es zu gut läuft.

00:02:44: Auch das kann tatsächlich ein Problem sein.

00:02:48: Das stimmt.

00:02:49: Dann kommt so oft in das Klumpenrisiko rein und dann wird auch mal ein Beispiel.

00:02:55: Goldpreis war super letztes Jahr.

00:02:57: Irgendwann wird auch mal wieder aussatmen.

00:02:58: Der wird dann noch zweitausend Dollar zurückquellen, die Unse.

00:03:01: Aber es kann auch sein, dass er einfach mal von dem Niveau von heute zehn, zwanzig Prozent konsolidiert.

00:03:06: Wenn du dann gerade kurz vorher gekauft hast, ist ein emotionaler Aspekt, wo man denkt, funktioniert doch eigentlich.

00:03:12: Aber das ist vielleicht auch an dem Punkt, wo man sagt, die Entscheidung zu treffen, Risiken bewusst zu wählen, zu verstehen, anstatt diese Generationen Hoffnung zu sein und zu sagen, ja, wird schon gut gehen.

00:03:26: So eine wirkliche Frage stellen, wie würde ich reagieren, wenn mein Depot um zwanzig Prozent fällt?

00:03:30: Muss ich dann verkaufen?

00:03:32: Habe ich genug Reserven?

00:03:33: Kann ich ruhig bleiben?

00:03:34: Da gehen wir übrigens überhaupt rein.

00:03:36: Wir werden in den neuen Jahr anfangen, eine KI-Software zur Analyse des Anleges heranzuziehen.

00:03:43: Dass wir einfach sagen, wie bewerte ich den Risiken und meine Risikotoleranz, meine Risikokapazität, also was bin ich bereit zu erfahren?

00:03:53: Das haben wir in einen analytischen Prozess gebracht.

00:03:55: Ein österreichischer Professor hat da eine tolle Software gefunden, die wir jetzt in den Einsatz nehmen.

00:04:01: und um das einfach noch... Ja, da geht es nicht um den Fingerzeichen, es gibt Risiken.

00:04:07: Sondern es ist vielleicht die Finanzbranche, der gerne den Finger sagt, Risiken gibt es keine, wenn du lange genug drin bist.

00:04:13: Aber es kommt immer darauf an, wenn dein Diploma in den Minus ist, wie du dann dich fühlst und wie du reagierst.

00:04:19: Du hast gerade schon so ein Begriff gesagt, nicht auf Prognosen hoffen.

00:04:23: Ja, wie mache ich das?

00:04:24: Indem du einfach Prozesse.

00:04:27: Prozesse ist, das kommt von Prozess, würde ich sagen, so Projektarbeit, Prozessarbeit.

00:04:31: als den mal ein Beispiel hier.

00:04:32: Ich gehe vielleicht hin und sage, ich habe jetzt zwölftausend Euro und ich investiere die zwölftausend Wett einmalig, sondern über zwölfmal tausend Euro.

00:04:40: Das ist mir egal, wie der Kapitalmarkt ist, wie die Börse ist.

00:04:43: Ich kaufe jetzt zwölf Monate lang tausend Euro, dann habe ich im Prozess.

00:04:46: Und ich sage mir, wenn ich ein Rebalancing mache, muss ich mir klar definieren, wann mache ich das Rebalancing und wie will ich das dann?

00:04:53: Ich sage jetzt in meinem einzelnen Position dann umgehen.

00:04:58: Ja, und natürlich klar.

00:05:00: Wenn du weißt, ich mache hier nicht meinen Check, meine Ziele, dann habe ich den Entscheidungsfarm, über den ich haben muss, bevor ich handele.

00:05:07: Also ich sage es mal ganz banal.

00:05:10: Erst im Kopf arbeiten und dann vielleicht am Deport umschrauben.

00:05:13: Okay, und dann... Am Deput rumschrauben bedeutet ja, dass man immer wieder Entscheidungen treffen muss.

00:05:18: Das heißt, das ist ja keine einmalige Entscheidung, sondern Närkte verändern sich, Themen verändern sich und darauf sollte man reagieren.

00:05:25: Oder auch nicht.

00:05:26: Ja, das ist doch die Frage der Kommunikation und wie man, ob man sich begleiten lassen will oder ob das selbst wird.

00:05:32: Und das Entscheidende ist, glaube ich, immer, man muss hier die Frage stellen, will ich das selbst ganz alleine machen im stillen Kämmerlein?

00:05:38: Dann bin ich in der Regel bei so einem Direct Broker.

00:05:41: Der Direct Broker ist natürlich sogar motiviert dazu, dich zu verführen, dass du ortest, dass du tradest.

00:05:46: Weil Broker verdienen immer im Kauf und Verkauf.

00:05:49: Da gibt es ja jetzt eine große Bank, die hat einen Rapper da in die Werbung geschickt, um die jungen Leute zu motivieren, das Geld bei dem Broker anzulegen.

00:05:56: Das ist dann eher wieder das, was ich meine, der Versuch, Produkte nach vorne zu stellen.

00:06:00: Obwohl man das selbst gerne will, als selbstentscheidem, hat sein Plan, hat seine Strategie.

00:06:05: Oder stellt man sich die Frage und sagt, nee.

00:06:08: Ich möchte eigentlich diese Entscheidungen, die ich treffe, vorbereitet bekommen und vielleicht so eine Art Matrix, du sagst hier, du kannst jetzt drei Entscheidungen treffen, wenn du das tust, passiert das.

00:06:20: Wenn du das tust, passiert das.

00:06:22: Und im dritten Fall passiert vielleicht das andere.

00:06:25: Und dann triffst du die Anlageentscheidung mit einer Berater zusammen.

00:06:28: Dazu gehört eine klare Kommunikation untereinander.

00:06:31: Dazu gehört der regelmäßige Austausch.

00:06:33: Das wäre so der Punkt, was man sich fürs neue Jahr überlegen soll.

00:06:38: Wir haben oft auch Anleger, gerade mit sehr großen Vermögen, die dann sagen, hier so mäßig kommt zu dir mit dem Teil meines Geldes, weil ich will, dass du deine Expertise rein bist, der andere Teil ist bei einem anderen Vermögensverwalter oder bei einer Bank, der dann bewusst sagt, ich streue sogar meinen Brater.

00:06:54: Und dann hat er noch den letzten Teil, den er selbst managt.

00:06:57: Dann passiert das sehr oft.

00:06:58: Bei dem Teil, der selbst gemanagt wird, heißt er nicht mehr.

00:07:01: Wenn ich so mäße, guck mal hier im März gekauft.

00:07:04: Das hatte ich hier nur ein, zwei Mal im letzten Jahr im März gekauft.

00:07:07: Da habe ich zwanzig Prozent gemacht und eine Boa.

00:07:09: Nur sagen wir mal, ich will zehn Prozent gemacht.

00:07:11: Dann sage ich, okay, jetzt gucken wir mal an, wenn du das, was ich mit dir mache, zum selben Tag im März gekauft hättest.

00:07:17: Und nicht am ersten Januar.

00:07:18: Und dann sieht man auch, dass diese Erfolge gar nicht so groß sind, weil wir alle hier am selben Teil schwimmen.

00:07:24: Also muss man da einmal ein bisschen aufpassen.

00:07:26: Man neigt es zu im Leben und das ist menschlich bei uns allen, bei mir wahrscheinlich auch, die schöne Dinge zu weit nach dem Motto, die tollen Orders rauszustellen und zu sagen, naja, was nicht so gelaufen ist, schwammt rüber.

00:07:40: Naja, und vor allen Dingen, das ist ein schönes Beispiel, was du da gerade genannt hast, da sind ja die vollen Emotionen drin, wenn ich mich dafür gut halte und da habe ich da was erfolgreich gemacht, dann bin ich schon vielleicht gar nicht mehr in der richtigen Situation, dass ich auf diese Anlage so wertneutral wie möglich draufschaue.

00:07:55: Ja, und da hast du natürlich den Spiehspalzen vielleicht ein guter Gedanke, den ich mir detaillen will.

00:08:00: Denn du dabei mir im Kopf aufgeworfen hast, zu sagen, ja dann mache ich halt alles in den MSCI World.

00:08:05: Hab gar keine Ligtität mehr, gar keine Streuung, mach alles ins ETF.

00:08:09: Und dann kommt Donald Trump mit seinen Zollen, das hat mir ja mal Brill.

00:08:12: Und auf einmal geht mein komplettes Vermögen-Kreisigprozent runter.

00:08:16: Ich verstehe gerne, warum.

00:08:17: Sprachzufällig an dem Tag auch noch Geld.

00:08:19: Und das ist dann, weil man vorher diese selbst erfüllende Prophezeilung hat, es wird immer funktionieren.

00:08:23: Aber das Interessante ist, man macht ja einen ETF mit dem Markt zu gehen, um ihn nicht zu schlagen.

00:08:29: Trotzdem glauben dann manche Anleger, sie mit ihren Entscheidungen auf ihren ETFs würden sie das hinkriegen.

00:08:35: Für ein klares Konzept einfach mal unter somese.de schauen.

00:08:38: Da gibt es zum Beispiel die Möglichkeit den Newsletter zu abonnieren oder auch im Wissensblock nachzulesen.

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