245 | Jahresabschluss für Anleger: Was Sie heute abhaken – und was Sie besser lassen — Interview mit Antonio Sommese
Shownotes
Zum Jahresabschluss begrüßen wir Sie zu einer neuen Folge des Finanzdialogs von Sommese & Kollegen. Am 31. Dezember richtet Moderator Volker Pietzsch den Blick gemeinsam mit Finanzstratege Antonio Sommese auf drei typische Fallen, die Anlegerinnen und Anleger rund um den Jahreswechsel besonders häufig begleiten: Aktionismus, emotionale Entscheidungen und hartnäckige Steuer-Mythen. Die Folge bietet eine klare Einordnung, warum gerade zum Jahresende Besonnenheit oft die bessere Strategie ist.
Im Mittelpunkt steht eine praxisnahe 6-Punkte-Checkliste, mit der sich Liquidität, Depotstruktur, Rebalancing, Kosten und bestehende Verträge strukturiert überprüfen lassen. Ziel ist es, das alte Jahr sauber abzuschließen und mit Klarheit, Ordnung und Ruhe ins neue Jahr zu starten – frei von unnötigen Schnellschüssen und Fehlannahmen.
DIALOG MODERIERT
Volker Pietzsch
Gast: Finanzstratege Antonio Sommese
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Transkript anzeigen
00:00:00: So, wir sind am Ende des Jahres und das ist genau der Moment, einfach mal genau zu schauen.
00:00:09: Und ich glaube, es wird auch bei vielen gemacht.
00:00:11: Wie sieht mein Depot aus?
00:00:12: Was muss ich tun?
00:00:14: Und ist es denn richtig, am Ende des Jahres zu schauen?
00:00:17: oder ist es eigentlich gar kein geeigneter Punkt?
00:00:20: Also ich würde nie warten bis Ende des Jahres, bevor ich meinen Vermögensstabelle mache.
00:00:25: Nach der Motto, wie bin ich aufgestellt?
00:00:26: Wie ist meine Struktur?
00:00:28: Speziell auch deine Frage, wie sieht mein Depot aus?
00:00:30: Das sollte man unterherig machen, aber die Motivation ist zum Jahresanfang irgendwie höher.
00:00:35: Oder wie siehst du das?
00:00:36: Na ja, man zieht natürlich Bilanz, wie man das in vielen Bereichen macht.
00:00:39: War es positiv, was negativ, muss sich irgendwas verändern.
00:00:42: Aber die Frage ist... Kann ich das auch auf mein Depot ableiten?
00:00:46: Ja, genau.
00:00:47: Lass uns noch mal ein paar Gedanken teilen.
00:00:49: Ich würde so sagen, es gibt so drei große, wenn wir es mal Jahresend fallen, die wir kurz beleuchten wollen, dann stehen wir noch tiefer rein, auch Richtung Deporen und vielleicht noch eine kleine Checkliste.
00:01:00: Die ersten drei Punkte, die so am Jahresende wichtig sind und wie gesagt, die gilt nicht nur am Jahresende, aber deine Motivation war richtig, Bilanz machen, macht man zum Jahresende.
00:01:09: Also der erste Punkt ist ganz klar, kein Aktionismus.
00:01:13: Sondern Strategie.
00:01:14: Du musst einen Plan haben, wie dein Depot, dein Vermögen sein soll.
00:01:18: Und manche Leute neigen gerade auch so vielleicht zum Jahresende.
00:01:21: Jetzt muss ich das noch schnell erledigt haben.
00:01:24: Jetzt will ich das noch von der Uhr haben.
00:01:26: Und ich will nicht mit Ballast im neuen Jahr starten.
00:01:28: Und dann tun sie vielleicht eher eine Entscheidung treffen, die aus, naja, ich mach's jetzt mal schnell.
00:01:33: Sagt vielleicht, boah, das Jahr war gut.
00:01:36: Dann verkaube ich ein paar Aktien, das Jahr war schlecht, dann verkaube ich die auch, ohne die sind Blick vielleicht strategisch, wie diese Werte sich in Zukunft entwickeln können.
00:01:44: Das zweite Thema, würde ich sagen, ist so ein bisschen dieses emotionale Betrachtung von Gewinn und Verlust.
00:01:51: Also das ist ja der globale Blick, habe ich eine Strategie, habe ich keine, habe ich nur so ein Aktionismus?
00:01:55: oder jetzt gehe ich tief in die einzelnen Positionen rein und frag mich, boah, es ist gut gelaufen.
00:02:01: und die Psychologie sagt ja bei der Geldanlage, wenn was gut läuft, hat man so eine selbst erfüllende Prophezeiung.
00:02:07: Oh, der ist gut gelaufen, dass wir weiter so gut gehen.
00:02:09: Nennen wir beispielsweise mal die Rüstungsaktien.
00:02:12: Die sind gestiegen, gestiegen, aber vor ein paar Wochen ging es auf einmal ein bisschen bergab.
00:02:15: Warum?
00:02:15: Auf einmal war im Kopf des Anleges nur drin, das wird ja weitergehen.
00:02:19: Das ist eine Dauerbedrohung.
00:02:20: Aber dann kam ja dieses Thema Friedensverhandlungen und auf einmal gibt es so einen Krieg runter.
00:02:25: Also dieses emotionale Bewerten von Gewinnen und Verlusten, das muss man sich immer nochmals aufs Herz nehmen.
00:02:32: Da sollte man immer mit der gewissen Vorsicht und versucht der Nüchtheinheit angehen.
00:02:36: Ja, und der letzte Punkt ist, den ist aber jetzt in unserer antäger Welt eigentlich nicht mehr so.
00:02:42: Früher war das Thema mit Steuern zum Jahresende.
00:02:45: Schließt jetzt noch schnell eine Versicherung, ab die dann steuerfrei ist.
00:02:48: Damit wurde über Jahrzehnte Jahresendgeschäft gemacht.
00:02:52: Aber das ist in meiner Augen nicht mehr on vogue.
00:02:55: Sondern gerade bei dem Thema Steuern haben wir auch schon öfters besprochen.
00:02:59: Da geht Sachlichkeit nicht dann halt vor einer hektischen Jahresendentscheidung.
00:03:05: Und ganz realistische Gestaltung ist es doch dann auch schon zu spät.
00:03:08: Ja, jetzt ist es auch ein bisschen zu schwieriger, mein Dreißig, zwölf, da bin ich bei dir.
00:03:13: Wir wollen ja, dass die Gedanken gleich in die Anruhe mitgenommen werden.
00:03:17: Und ich glaube, es darf tatsächlich dieses, also das sind so Nebensatz, ich glaube, diese Steueroptimierung, die darf niemals der Hauptgrund einer Anlagestrategie sein.
00:03:26: Ja, das ist immer status quo.
00:03:29: Jedes Ding hat ja Vornachteile.
00:03:31: Manchmal ist es besser, einfach Steuern zu zahlen, weil dann hast du das Geld, das du versteuert hast zur freien Verbügung.
00:03:37: Wir können fast wieder eigene Podcast machen, du weißt ja den Mainstream da draußen.
00:03:41: Ich tue mein privates Geld jetzt in eine Firma machen, machen Firmen Depot, weil ich dabei bestimmte Ausschädungen Vorteile habe.
00:03:49: Aber es gibt natürlich auch wieder Nachtweile gerade bei Ihren Namen.
00:03:52: Das muss man natürlich mühsam und trotzdem wird es da draußen eine ganze Industrie, die uns erzählen will, es wäre viel besser sein, privates Geld in einem Firmenmantel zu verwalten.
00:04:01: Wäre vielleicht was für eine neue Folge im neuen Jahr.
00:04:03: Okay, jetzt haben wir so ein bisschen geschaut.
00:04:04: Am Ende des Jahres, aber das bedeutet ja gleichzeitig am Anfang des Jahres, kann ich mich auch mal neu sortieren und vielleicht nochmal Genau schauen, was mache ich vielleicht anders, was ist gut gelaufen, wo habe ich ein Risiko?
00:04:16: Genau, da haben wir so eine kleine sechs Punkte Checkliste uns überlegt für den heutigen Podcast.
00:04:21: oder der erste Punkt ist einfach, ist deine Liquidität sauber, hast du genug Geld für kurzfristige Reserve und ungeplante Ausgaben?
00:04:30: Ja, da geht es weiter net um Rendite, sondern um Stabilität.
00:04:34: Wenn das geklärt ist mit der Liquidität, würde man als zweiten Punkt sagen, schau dir noch mal die Depostruktur im Einzelnen an.
00:04:40: Gibt es irgendwelche Klumpenrisiken?
00:04:42: Das heißt, sind irgendwelche Werte, ET-Helves, Aktien, Einzeltitel somit oder auch vielleicht aktive Force total brutal gelaufen?
00:04:51: Da sind Klumpenbilden.
00:04:53: Klumpenrisiken sind gut, wenn es hoch geht, aber auch ein großer Nachteil, wenn es da unten geht.
00:04:57: Und der Punkt drei, das werden wir auch wieder machen, zum Jahresanfang bei vielen Depots, wo man sogenanntes Rebalancing, das schließt sich ja nur zu dem Thema Klumpenrisiken an.
00:05:08: Wir haben das schon sehr oft gesprochen, dass du einfach sagst, ich habe eine klare Strategie und fahre die jetzt wieder zurück, indem ich da mal ein paar Gewinne abschöpfe und bei schlechten Positionen, an die ich glaube, die wir dann nachzukaufen.
00:05:21: Ja, und was haben wir noch auf der Liste?
00:05:24: Der vierte Punkt, wo jeder sich Gedanken machen soll, ist immer die Frage Kosten und Qualität.
00:05:28: Ist im Prinzip alles so, wie ich mir wünsche und da heißt nicht günstiges gut, sondern günstig.
00:05:34: Ich kann auch ein falsches ETF gekauft haben, nur weil es günstig war.
00:05:38: Also immer dieses unser Verständnis ist ja ein Preis Leistungsansatz.
00:05:42: Aber natürlich zum Jahresende ist es nie falsch, nochmal zu schauen.
00:05:45: Machen wir auch gerade bei der abnehmenden Zahl.
00:05:50: der aktiven Force, die wir anbieten, weil wir sind mittlerweile auch stark im ETF und den Investment-Thema mit passiven Stocken unterwegs, kann man auch mal sagen, naja, ist vielleicht das ein oder andere Management zu teuer und das liefert nicht ab.
00:06:03: Also es kostet Qualität.
00:06:04: der Punkt vier und fünf ist der Klassiker, den wirklich würde ich nur mit zwei Worte sagen.
00:06:10: Wie viele Versicherungsverträge habe ich überhaupt?
00:06:12: Brauche ich all diese Versicherungen?
00:06:14: Ist nicht unsere Domäne?
00:06:15: Wir sind ja quasi hier ein vermögend verwalteten Ansatzkapitalanlage.
00:06:20: Aber die Versicherung nochmal zu hinterprüfen.
00:06:22: Ich persönlich habe jetzt gerade, passt gerade, gestern Post gekriegt von meiner EU.
00:06:27: Und die hatte ich damals mit halben Unwissen und halb innovativ mit einer Vorpolize gekoppelt.
00:06:33: Das heißt, wenn ich berufsundfähig werde, kriege ich eine monatliche Rente.
00:06:36: Und ich habe ein bisschen mehr eingezahlt, damit ich das Geld... dass dann nicht gebraucht wird von den Überschüssen mit dem Sparenteil in einen Fonds investiert habe.
00:06:45: Und da prüfst du dann einfach, ist der Fonds, die nur drin sind, gut oder sollte man die vielleicht ein bisschen austauschen.
00:06:52: Der letzte Punkt ist, sich nochmal klar zu vergegenwärtigen.
00:06:57: Was ist überhaupt mein Ziel für mein Vermögen oder mein Depot?
00:07:00: Oder habe ich auch neue Ziele?
00:07:02: Meines kann ja sein, ich habe mich... Ich habe die Liebe meines Lebens gefunden, ich bin vielleicht Vater geworden, vielleicht trenne ich mich, das sind ja alles Umstände.
00:07:10: Die ersten Momente nichts wollte ich mir mit dem Depot zu tun haben, aber mit einer Vermögensplanung.
00:07:15: Und dann gilt es auch zu fragen nochmals, vielleicht sogar der wichtigste von den sechs Punkten, sind meine Ziele eigentlich definiert und wo möchte ich vielleicht auch in fünf oder zehn Jahren stehen?
00:07:25: So, und das ist ein ganz guter Punkt, weil ich denke, der ein oder andere oder die ein oder andere, die jetzt hier zuhören, die haben gar keine Ziele definiert und gar kein Plan gemacht.
00:07:34: Und das wäre doch jetzt die perfekte Gelegenheit für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den
00:07:44: Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für Ja, also wer diese Pläne nicht alleine machen will, der kann gerne zu uns kommen, wobei wir jetzt auch ein bisschen zwischen den Jahren, wie sie im Low-Modus sind, Jahresanfang auch uns erst mal sortieren müssen.
00:08:02: Aber
00:08:02: wir freuen uns immer, wenn der ein oder andere sagt, Mensch, ich will mal einen Austausch mit dem Fähigen Berater, dann darf er sich gerne an zu uns wenden.
00:08:06: In diesem Sinne, alles Gute für für für mehr Infos unter summäse.de.
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